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Spielmix

Markt 17-19
52062 Aachen
Firenze (2010)
Florenz im Mittelalter. Die angesehensten Fürsten lassen Türme errichten, um
ihr Prestige zur Schau zu stellen und die Spieler sind die Bauherren. Dabei
reicht es nicht, sich nur an einer Baustelle zu beteiligen, sondern gleich die
Hände an mehere Türme anzulegen. Doch auch die Mitspieler wollen sich die
wertvollen Punkte sichern und je höher hinaus umso mehr Punkte kassiert man.
Doch wehe, man kann nicht weiterbauen. Die Stadtherren lassen einen solchen
Turm sofort niederreissen und der Zwang, Karten zu kaufen kann auch
vernichtend wirken! Die Gier nach Prestige kann man heute noch gut in San
Gimignano sehen, wo viele Türme aus der kleinen romantischen Stadt
herausragen. Auch im 12.-14. Jh. gab es also schon Hochhäuser. In Florenz muss
man schon genauer schauen, doch ist die Stadt auch so schon faszinierend
genug. Zurück zum Spiel.
Der Spielablauf ist eigentlich einfach, die Regeln
schnell verinnerlicht, wenn es nur nicht diese dummen Zwänge gäbe. Um an
Bausteine für die Türme zu kommen, muss man zu Beginn eine Karte erwerben.
Während immer eine umsonst ist, steigt der Preis benachbarter Karten. Und
nicht immer ist es verlockend, die günstigsten zu nehmen. Während Lagerbrand,
Hochwasser und Pfusch eure Türme dezimieren, gibt es aber auch Punktekarten
und Privilegien, von denen ihr profitieren könnt. Nach Auswahl der Karten muss
man seine angefangenen Türme weiterbauen, sonst werden sie eingerissen -
gemein, wenn ein Mitspieler einem den einzigen Stein der entsprechenden Farbe
klaut. Der Bau von Türmen kostet Bauteile, jenachdem wieviele man in der Runde
verbaut. Möchte man einen Turm werten, legt man sein Siegel auf die
entsprechende Etage des Turms und sammelt Prestige. Balkone sind besonders
beliebt, aber müssen der Reihe nach gebaut werden. Am Ende gibt es noch
Bonuspunkte für Mehrheiten.
Firenze bietet viele strategische Möglichkeiten,
fiese kleine Gemeinheiten und Zwänge, die zu einem sehr unterhaltsamen,
faszinierenden Spiel führen, welches gerade in voller Besetzung zu Hochform
aufläuft. Aber auch zu zweit ist Firenze sehr empfehlenswert, dann aber
deutlich taktischer. Da auch das Material keine Wünsche offenlässt, ist Firenze
eine absolute Empfehlung wert!
Firenze (2010)
Andreas Steding
Pegasus Spiele
2-4 Spieler
ab 12 Jahre
ca. 60-90 Minuten
35 Euro
Alle Spieletipps auf einem Blick:
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